Insolvente Werzalit-Gruppe soll bis spätestens Ende Juli verkauft werden

Quelle:
MB/IHB
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Bereits am 1. Mai ist vor dem Amtsgericht Heilbronn das Insolvenzverfahren über die Werzalit GmbH + Co. KG Industriebeteiligungen sowie 14 weitere Gesellschaften der Werzalit-Gruppe eröffnet worden. Werzalit hatte im Februar Insolvenzantrag gestellt, nachdem das Bundesarbeitsgericht Klagen von sechs Mitarbeitern gegen den Übergang ihrer Arbeitsverhältnisse in die Produktionsgesellschaft Fertigungsgesellschaft Holz und Kunststoff (FHK) stattgegeben hatte.

Insolvenzverwalter ist Jochen Sedlitz von der Kanzlei Menold Bezler in Stuttgart. Er erklärt, der Geschäftsbetrieb der Betriebsgesellschaften werde weiterhin in vollem Umfang fortgeführt. Spätestens im Juli will Sedlitz eine Lösung für die Werzalit-Gesellschaften erzielen.

Bereits während des vorläufigen Verfahrens sei ein umfangreicher Verkaufsprozess für die Werzalit-Gruppe angestoßen worden. Dieser werde begleitet von der renommierten Beratungsgesellschaft Roland Berger und sei weltweit ausgerichtet.

Es bestehe ein sehr hohes Interesse an der Werzalit-Gruppe, sowohl von Seiten von Kapitalinvestoren als auch von strategischen Investoren, darunter auch einige weltweit agierende Konzerne. Sedlitz geht davon aus, dass bis Ende Mai Angebote für die Unternehmen eingehen werden. Anschließend folgt eine umfangreiche rechtliche und wirtschaftliche Prüfung der Angebote. Ziel sei, bis Ende Juni, spätestens aber Ende Juli 2018, mit einem der Interessenten einen Kaufvertrag abschließen zu können.

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