Vergleichsweise geringes Sturmholzaufkommen

12. Februar 2020
Quelle:
BDF/Fordaq
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Das Sturmtief Sabine, das in den vergangenen Tagen über Deutschland hinwegfegte, hat im Wald voraussichtlich einen vergleichsweise geringen Schaden angerichtet. Genaue Zahlen liegen erst in einigen Tagen vor. Erste Schätzungen können für ganz Deutschland mit 1 bis 2 Mio. fm Schadholz oder etwa vier Millionen Bäumen angegeben werden meldet der Bund Deutscher Forstleute (BDF) - kaum ein Vergleich zu den Dürreschäden von 2018 und 2019 (100 Mio. fm). Das eher vereinzelt aufgekommene und damit schwer zugängliche Schadholz dient jedoch dem Borkenkäfer und weiteren Insekten als Brutmaterial und wird zu deren weiteren Vermehrung beitragen.

Aufgrund der bereits durch die Dürre vorhandenen aufzuarbeitenden Holzmengen und dem geringen Personalbestand werden die Aufräumarbeiten schwierig. Die Kosten überschreiten die Holzerlöse, weil das Holz kaum noch Käufer findet. Der BDF fordert daher von der Politik, hier alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen, um die Leistungen der Waldeigentümer und Forstleute zu honorieren. Die Leistungen für die Gesellschaft sind immens und können noch größer sein, wenn sie bezahlt werden.