Staatsminister Hubert Aiwanger besucht die Rettenmeier Holding AG

04. Juli 2024
Quelle:
Desh/Fordaq
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Am 24. Juni besuchte der stellvertretende Ministerpräsident und bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Rettenmeier Holding AG in Wilburgstetten. Im Gespräch mit dem CEO sowie Präsidenten des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbands e.V. (DeSH) Dr. Stephan Lang und DeSH-Geschäftsführerin Julia Möbus informierte sich der Politiker über aktuelle Herausforderungen für die bayerische Holzwirtschaft und überzeugte sich bei einer Werksbesichtigung von den Zukunftspotenzialen für die regionale Wertschöpfung, den Klimaschutz und die Bioökonomie.

„Als Scharnier zwischen dem Wald und den vielfältigen Holzanwendungen schafft die Säge- und Holzindustrie die Voraussetzungen für eine regionale und effiziente Verarbeitung und Verwendung des heimischen Rohstoffs Holz. Als Deutschlands waldreichstes Bundesland blickt Bayern dabei nicht nur auf eine lange Tradition der Forst- und Holzwirtschaft zurück, sondern steht heute für Innovation und Fortschritt in Richtung einer Bioökonomie“, betonte Dr. Lang zu Beginn des Besuchs. „Die Nutzung von Holz ist praktizierter Umweltschutz“, betonte auch Aiwanger.

In Begleitung des Bürgermeisters und weiterer Politiker aus der Region war der Staatminister am Montag nach Wilburgstetten zum Stammsitz der Rettenmeier Holding AG gekommen. Als einer der führenden Hersteller von Holzprodukten in Europa beschäftigt das Unternehmen vor Ort rund 490 Mitarbeitende und ist damit ein bedeutender Arbeitgeber im ländlichen Mittelfranken. Für den Staatsminister bieten Wald und Holz enorme Zukunftspotenziale, die angesichts des Klimawandels und neuen Vorgaben aus Brüssel jedoch vor großen Herausforderungen stehen.

Notwendigkeit für aktiven Waldumbau

„Die erheblichen Waldschäden der vergangenen Jahre im Harz, Sauerland oder Thüringen unterstreichen die Notwendigkeit für einen schnellen Waldumbau auch in Bayern. Während hier bereits wichtige Weichen in Richtung einer resilienten Wald- und Holzwirtschaft gestellt wurden, droht die europäische Politik diese Erfolge zu torpedieren“, kritisiert Möbus. „Unter dem Deckmantel des Naturschutzes zielt das kürzlich in Brüssel verabschiedete Nature Restauration Law auf Einschränkungen und Bewirtschaftungsverbote und damit gegen aktive Maßnahmen zur Klimaanpassung im Wald. Doch ohne aktive Bewirtschaftung schaffen wir weder die Voraussetzungen für klimastabile Wälder der Zukunft noch für langfristige CO2-Einsparungen durch eine nachhaltige Holzverwendung.“

EUDR bremst nachhaltige Wertschöpfung aus

„Durch die EU-Entwaldungsverordnung werden der Holzwirtschaft gleichzeitig unverhältnismäßige bürokratische Hürden in den Weg gelegt“, ergänzt Dr. Lang. „Auf Kosten von Klimaschutz und ökologischer Transformation werden die vorhandenen Wertschöpfungsketten geschwächt und bedeutende Zukunftspotenziale und Entwicklungen im ländlichen Raum gefährdet. Wir begrüßen es daher ausdrücklich, dass sich die bayerische Staatsregierung ihrer Verantwortung bewusst ist und sich in Berlin und Brüssel für Wald und Holz stark macht. Nun gilt es den nächsten Schritt zu gehen, um gemeinsam die Voraussetzungen für eine klimafreundliche Transformation mit Wald und Holz zu schaffen.“