Schweighofer kauft Zellstoffwerk in Hallein

Quelle:
IKP
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Die M-real Deutsche Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der M-real Corporation, hat einen Vertrag über die Veräußerung ihrer gesamten Beteiligung an der Hallein GmbH an die Schweighofer Gruppe unterzeichnet. Das Vermögen der M-real Hallein GmbH umfasst das Zellstoffwerk Hallein, ein Biomasseheizkraftwerk, die Anlagen der Papierfabrik samt den zugehörigen Liegenschaften. Die Produktionskapazität des Zellstoffwerks, das rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, beträgt rund 160.000 Tonnen Fichtensulfitzellstoff pro Jahr. Ohne Schulden beläuft sich der Transaktionswert auf etwa EUR 34 Millionen, während die positiven Auswirkungen auf den Cashflow von M-real bei etwa EUR 24 Millionen liegen.

Durch den Verkauf wird sich der Jahresumsatz von M-real um rund EUR 75 Millionen verringern, während das Betriebsergebnis, gemessen an der Performance 2010, eine Verbesserung von rund EUR 5 Millionen erfahren wird.

“M-real konzentriert sich auf das Kartongeschäft und diese Transaktion stellt ein gutes Beispiel für unsere Bemühungen, Nicht-Geschäftsbereiche auszugliedern, dar. M-real verwendet den Zellstoff aus Hallein nicht für die eigene Karton- oder Papierproduktion und die Profitabilität des Werks als Zellstoffanbieter auf dem Markt bleibt hinter unseren Erwartungen zurück. Die Veräußerung stellt daher eine gute Lösung für das Zellstoffwerk, aber auch für den neuen Eigentümer dar, der besser aufgestellt ist, um das Zellstoffgeschäft in Zukunft voranzutreiben“, sagt Mikko Helander, CEO von M-real.

Die Transaktion muss nun von den österreichischen Kartellbehörden genehmigt werden und mit dem Closing ist im 3. Quartal 2011 zu rechnen. M-real wird noch 12 bis 15 Monate nach dem Closing den in Hallein produzierten Zellstoff vermarkten, bis der neue Eigentümer eine eigene Verkaufsorganisation samt zugehörigen Systemen aufgebaut hat.
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