Rheinland-Pfalz erhöht Fördermittel für Waldschutz

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MUEEF/Fordaq
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Das Land Rheinland-Pfalz erhöht die Fördermittel zur Borkenkäferbekämpfung für Kommunal- und Privatwaldbesitzer. Gegenüber 2018 werden die Fördermittel für 2019 und 2020 um 3,5 Mio. Euro erhöht. Die zusätzlichen Fördermittel sind Bestandteil des ‚Sofortprogramms Borkenkäferschäden‘. Das erklärten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Forstministerin Ulrike Höfken am 11. Juni im Rahmen des Spitzentreffens „Wald“ mit den Kommunalen Spitzenverbänden, dem Waldbesitzerverband, den Forstgewerkschaften und den Naturschutzverbänden.

Für die kommunalen Spitzenverbände stellt die Anpassung der Wälder an den Klimawandel eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Die kommunalen Waldbesitzer seien auf finanzielle Hilfen sowohl des Bundes als auch des Landes angewiesen. Die bislang zugesagten Fördermittel werden bei weitem nicht ausreichen, erklärten Vertreter des Gemeinde- und Städtebundes, des Städtetages des Landkreistages. Der Waldbesitzerverband eine wirksame und dauerhafte Unterstützung der Waldbesitzer durch Bund und Land.

Im Anschluss an das Gespräch unterzeichneten die Ministerpräsidentin, die Ministerin, der Vorsitzende des Gemeinde- und Städtebundes, Aloysius Söhngen, der Geschäftsführende Direktor des Städtetags Rheinland-Pfalz, Michael Mätzig, der Vorsitzende des Landkreistages, Günther Schartz, sowie der Vorsitzende des Waldbesitzerverbandes, Christian Keimer, eine gemeinsame Erklärung mit dem Titel „Klimaschutz für den Wald – unser Wald für den Klimaschutz“. Diese zeige mit ihren drei Handlungsfeldern „Anpassungsstrategie Wald im Klimawandel“, „Unterstützung für Wald und Waldbesitzende“ sowie „Umweltpolitische Initiativen“ konkrete Lösungsansätze und Maßnahmen auf.

Ein weiteres Ziel sei es, auf Bundes- und EU-Ebene zu erreichen, dass die öffentlichen Leistungen des Waldes stärker und dauerhaft unterstützt werden. „Dazu haben wir und werden wir politische Initiativen ergreifen, denn bislang ist die Unterstützung von Seiten des Bundes nur marginal. Die Klima-Folge-Schäden können nicht von Landes-, kommunaler oder privater Seite alleine getragen werden“, betonte Forstministerin Höfken.

Der Wald sei Opfer, aber auch Teil der Lösung, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Waldspeicher, der Holzproduktionsspeicher, die Energie- und Materialsubstitution sowie Windenergieanlagen im Wald kompensieren Dreyer zufolge 26% der jährlichen Emissionen in Rheinland-Pfalz.

Der Schulterschluss zwischen Politik, Kommunen und Privatwaldbesitzern sei wichtig, so Höfken. Deshalb wolle man es nicht bei dem einmaligen Waldgespräch belassen, sondern nach der Sommerpause zu verschiedenen Waldforen einladen, um den fachlichen und politischen Dialog fortzusetzen.

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