Pfeifer Group investiert 10 Mio. Euro in Lauterbach

09. April 2019
Quelle:
Pfeifer/Fordaq
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Pünktlich zum 10. Bestandsjubiläum ihres Standortes Lauterbach wickelt die Pfeifer Group ein engagiertes Investitionsprogramm ab. Unter neuer Standortleitung fließen 2019 10 Mio. Euro in die Erweiterung der Palettenklotz-Produktion und in modernste Trocknertechnik.

Die Pfeifer Group betreibt in Tirol (A), Bayern, Hessen, Niedersachsen und Tschechien gesamt acht Werke mit 2.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und gehört damit zur Spitze unter Europas Holzverarbeitern. Das mittelhessische Lauterbach ist der größte vollintegrierte Standort des österreichischen Familienunternehmens, am 4. Mai 2009 ist das Werk in Betrieb gegangen. Bis heute hat Pfeifer rund 150 Millionen Euro in das Werk investiert. Aktuell kommen weitere 10 Mio. Euro dazu.

Nikolaus Schug, seit 1. Januar 2019 neuer Werksleiter in Lauterbach, blickt in die nähere Zukunft: „Die wesentliche Neuerung sind – ergänzend zu den 12 bestehenden – vier neue Pressen für die Produktion der Euroblock-Palettenklötze. Mit ihrer Inbetriebnahme spätestens im Herbst 2019 können wir die Produktionskapazität um 70.000 m³ auf dann rund 250.000 m³ pro Jahr erhöhen.“ Die Erweiterung bedingt auch neue Hammermühlen sowie den Ausbau des Spantransportes. Die für die Produktionserweiterung notwendige Restholzversorgung wird im Wesentlichen durch die bereits 2018 erfolgte Umstellung der Sägewerksproduktion von einem Zwei- auf einen Dreischichtbetrieb sichergestellt.

Ein weiterer Teil des Investitionsprogrammes betrifft die Holztrocknung: Zusätzlich zu den bestehenden Bandtrocknern wird ein hocheffizienter Trockner des Herstellers Dryer One/Belgien installiert. Dieser verbraucht 25% weniger Energie. Im Rahmen eines Contracting-Modells lässt Pfeifer eine zusätzliche Wärmequelle errichten, um den Wärmebedarf des Standortes auch künftig abdecken zu können.

Die Errichtung des Werkes Lauterbach in den Jahren 2008/2009 war die bis dato größte Einzelinvestition in der Geschichte der Pfeifer Group. Aktuell produzieren 210 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entlang einer der modernsten Hochleistungs-Sägelinien Europas und in der Weiterverarbeitung jährlich 600.000 m³ Schnittholz, 180.000 m³ Palettenklötze (ab Herbst 2019: 250.000 m³), 75.000 t Holzpellets und 80 Mio. kWh Öko-Strom, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Es werden bis zu 40 Stämme pro Minute verarbeitet.

Das 50 Hektar umfassende Firmenareal – derzeit ca. zur Hälfte bebaut – bietet noch ausreichend freie Flächen für Erweiterungspläne. Diese fokussieren vor allem auf eine Steigerung der Wertschöpfungstiefe in der Weiterverarbeitung, gewährt Gernot Hormeß, Geschäftsführer der Pfeifer Holz Lauterbach GmbH, Einblick in die Expansions-Strategie: „Unser erklärtes Ziel ist es, die gesamte Einschnittmenge einer Weiterverarbeitung und Veredelung zuzuführen. So können wir zusätzliche Wertschöpfung für den Standort generieren. Wir werden den Standort mittelfristig um ein Weiterverarbeitungswerk ergänzen und neue Exportmärkte für unsere Produkte eröffnen.“

In Sachen Schnittholzveredelung setzt Pfeifer bereits mit seinem Nachbarwerk in 15 km entfernten Schlitz auf Synergieeffekte: Dort entsteht in einer 25-Millionen-Euro-Investition zurzeit auf einer Fläche von sechs Hektar ein neues Werk zur Erzeugung von Brettsperrholz.