Ostschweiz: Die FSC Waldfläche wird um 60 Prozent reduziert

Quelle:
Wald St. Gallen und Liechtenstein, Unser St. Gallerwald
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Die Waldzertifizierungsgruppe Ostschweiz (WZGO) hat am 13. Juni 2017 in Gossau eine Infoveranstaltung zum Thema Waldzertifzierung durchgeführt. Eingeladen waren sämtliche Interessensvertreter aus dem Branchen Sägereien, Handel, Umweltverbände, Forstdienst, Forstpersonal, Forstunternehmer, FSC Schweiz und die Auditfirma IMO. Anhand der Veranstaltung und weiteren Abklärungen hat sich der Vorstand von Wald St. Gallen & Liechtenstein klar für eine Weiterführung der FSC Zertifzierung in einer Minimallösung ausgesprochen. 

Daher stellte er an der Generalversammlung vom 3. November 2017 zwei Anträge an die Mitglieder, welche mit grosser Mehrheit angenommen wurden. An der Zertifzierung teilnehmen sollen künftig nur noch öffentliche Waldeigentümer mit eigenem Forstbetrieb. Die Wälder der Privatwaldbesitzer werden künftig kein FSC Label mehr tragen. Mit der geplanten Reduzierung wird das Angebot von FSC Holz um rund 60 Prozent reduziert. Die Mengen genügen aber immer noch für die Ostschweizer Sägewerke. Es gibt aktuell nur noch wenige Betriebe  mit einem gültigen FSC Label. FSC hat in den letzen Jahren massiv an Glaubwürdigkeit verloren. Eine flächendeckende Waldzertifizierung inklusive Privatwald ist wegen der Kosten nicht mehr möglich, da Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis mehr stehen. 

Einbussen bei der Biodervisität wird es nicht geben. Schweizer Wälder werden  heuten schon gemäss Waldgesetz vorbildlich und nachhaltig gepflegt und verfügen über eine hohe Artenvielfalt, dies wird sich auch bei einem Wegfall des FSC Labels nicht ändern. Der ursprüngliche Sinn von FSC war, bedrohte Wälder zu schützen, Artenvielfalt zu erhalten und soziale Gerechtigkeit zu fördern. Was davon in der Ostschweiz geblieben ist, sind seitenweise Regulationen, schwer zu interpretierende Waldstandards und frustrierde Waldeigentümer. 

 

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