Oberösterreich: 2019 bisheriger Höhepunkt des Schadholzaufkommens

11. Juli 2019
Quelle:
LK OÖ/Fordaq
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Wie die Landwirtschaftskammer Oberösterreich mitteilt ist das Jahr 2019 der bisherige Höhepunkt des Schadholzaufkommens durch Sturm, Käfer und Schneedruck. Durch die Überlastung des Holzmarkts rechne man damit, das Holzmengen nicht mehr absetzbar sein werden.

Die Waldlager werden derzeit massiv aufgebaut, Holzübernahme und abfuhr stocken kapazitätsbedingt. Durch Vereinbarungen mit den Hauptabnehmern habe man immerhin Vereinbarungen über Zusatzmengen für Zwischenlager treffen können. Im 1. Halbjahr 2019 habe man so die Absatzmenge gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um rund 6% steigern können. An über 150 Abnehmer seien pro Tag rund 140 Züge Rundholz geliefert worden. Zusätzlich große Mengen Sägerundholz in Nasslager und Faserholz auf Trockenlager einlagert. Dennoch habe der großflächige Absatzdruck nicht bewältigt werden können, aufgrund dessen seien betroffene Waldbesitzer mit der Absatzsituation unzufrieden. Neben den Problemen beim Fichtensägerundholz brach der Absatz für Kiefernsägerundholz und für Schleifholz fast komplett weg.

Auch in der zweiten Jahreshälfte erwartet man keine Verbesserung am Holzmarkt. Die Bereitschaft seitens der Abnehmer zur Steigerung der Absatzmengen sei großteils nicht gegeben. Durch die geplanten Betriebsstillstände in den Monaten Juli und August werden sich die Abfuhrmengen reduzieren und dies werde die Probleme mit dem zu erwartenden Käferholz massiv vergrößern. Die Abfuhr, vor allem die zeitnahe Abfuhr, werde in den nächsten Monaten großteils nicht möglich sein. Deshalb seien die Polter im Wald zu behandeln, mit entsprechenden Abdeckungen oder durch Pflanzenschutzmittel, um die Ausbreitung der Borkenkäfer auf die umliegenden gesunden Bäume zu verhindern. Eine Alternative sei die Nutzung der aktuell acht geeignetenTrockenlagerplätze in Oberösterreich.

Die Preise im 3. Quartal 2019 für Säge- und Industrieholz sind aufgrund des enormen Überangebotes nochmals zurückgegangen. So werden aktuell Rundholzpreise angesetzt, die den zehnjährigen Tiefpreis darstellen.