KAPO Möbelwerkstätten GmbH wieder insolvent

12. Juli 2019
Quelle:
AKV/Fordaq
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Am 11. Juli 2019 wurde zum wiederholten Mal ein Insolvenzverfahren über die KAPO Möbelwerkstätten GmbH in Pöllau eröffnet. Insolvenzverwalter ist die Cortolezis Partner Rechtsanwälte GmbH & Co KG in Graz. Bereits am 26. Juni wurde das Verfahren über die KAPO Holding GmbH auf Antrag eines Gläubigers hin eröffnet. Insolvenzverwalter in diesem Fall ist Mag. Bertram Schneeberger in Hartberg.

Die KAPO Fenster und Türen GmbH ist nicht von der Insolvenz betroffen.

Die Unternehmensgruppe umfasst mehrere Unternehmen. Bereits 2018 wurden Insolvenzverfahren über die Harald Jodlbauer & Co GmbH, die NWW Neue Wiener Werkstätten GmbH sowie die KAPO Möbelwerkstätten GmbH eröffnet.

Das vormalige Verfahren der KAPO Möbelwerkstätten GmbH endete nach Annahme eines Sanierungsplanes. Bei Verbindlichkeiten von rund 6,43 Mio. Euro war den Gläubigern eine Quote von 20% angeboten worden, wobei 6,85% als Barquote durch den Insolvenzverwalter ausgeschüttet wurden. Eine weitere Quote von 7% wäre am 14.06.2019 fällig gewesen, konnte jedoch nicht mehr bedient werden.

Die KAPO Möbelwerkstätten GmbH hatte zuletzt hochwertige Möbel produziert. Nach der vorigen Insolvenz stellte man die Produktionskapazität aufgrund eines Vertrages mit einem deutschen Geschäftspartner weitgehend diesem zur Verfügung, wohingegen dieser ein Darlehen von über EUR 300.000,00 gewährt habe.

Alleingesellschafterin ist die KAPO Holding GmbH, die Geschäftsführung wird vom am 02.07.2019 bestellten Notgeschäftsführer Mag. Klaus Rieger wahrgenommen. Im Zuge der Vorinsolvenz kam es zu Teilschließungen, sodass zuletzt nur das Polstermöbelwerk mit 13 Beschäftigten, von ursprünglich 94, fortgeführt worden war.

Einschließlich den Altforderungen aus der Vorinsolvenz wird von Passiva in Höhe von 5,98 Mio. Euro ausgegangen. Aufgrund einer vernachlässigten Buchhaltung seien die dem gegenüberstehenden Aktiva derzeit nicht zu beziffern.

Eine Betriebsfortführung ist aufgrund der Größe des Unternehmens und der zu sichernden Arbeitsplätze geplant, werde jedoch nur mit finanzieller Unterstützung von dritter Seite bzw. Zuführung von frischem Kapital möglich sein.