Holzbörse Oberbayern: Bauholzsäger sehen Wettbewerbsfähigkeit gefährdet

Quelle:
M. Obermaier/Fordaq
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Holzbörse Oberbayern Juli 2019Am 19. Juli 2019 fand nach der Besichtigung der Erler Festspielhäuser eine Holzbörse in Nussdorf am Inn unter der Organisation und Leitung von Matthias Obermaier - vom Sägewerk Martin Obermaier, Irschenberg statt.

Bei den ca. 40 Teilnehmern handelte es sich vorwiegend um KMU- Säger aus dem südbayerischen Raum und Vertretern des Privatwaldbesitzes. Für die Aussprache mit dem Staatsforst, insbesondere für die anstehenden Vertragsverhandlungen, wurde Stephan Breit, Stellvertretender Leiter des Forstbetriebs Schliersee, entsandt. Unterstützung erhielt er von Dr. Daniel Müller, Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden.

Die Präsentation der aktuellen Preise offenbarte die Preisrückgänge der letzten 12 Monate die im Leimholzbereich bei 5% (BSH) bis 10% (KVH) lagen, beim Schnittholz lag dieser bei 12 bis 22% und beim Restholz bis zu 40%. Dramatisch sind die aktuellen Preise für Stammholz im letzten Jahr gesunken. Durch die Kalamitäten: Käfer, Sturm, Schneedruck ist der Markt mit Abschnitten aus Kalamitätseinschlägen überfüllt. Der Preis bewegt sich hier zwischen 15 €/fm (Überstarke Käfertanne) bis ca. 60 €/fm für frische, blanke Fichtenabschnitte (2b - 3b).

Mit großem Interesse wurde die Stellungnahme auf die Preisentwicklung im Schnitt- und Rundholz seitens der Bayerischen Staatsforsten erwartet.  Stephan Breit erörterte den Standpunkt aus Sicht des Unternehmens aus Regensburg: - Demnach ist die Ertragslage der Sägeindustrie augenblicklich sehr gut. Man werde dem Markt Rechnung tragen und betrachte eine Preissenkung in der Größenordnung von 10 % gegenüber den letztjährigen Verträgen als realistisch. Es seien auch zu diesen Preisen bereits Verträge abgeschlossen worden. Der Einschlag von Frischholz werde nur bedarfsorientiert durchgeführt.

Den anwesenden mittelständischen Sägewerksbetrieben, die noch vielfach Bauholz sägen, ist dieses Preisniveau deutlich zu hoch. Sie argumentierten, Bauholz sei mit derartig geringen Presssenkungen nicht mehr konkurrenzfähig gegenüber Produkten der Großsägeindustrie, welche zur Erzeugung ihrer Hauptprodukte preiswerte ZE-Abschnitte einsetze.

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