HS Timber Group schließt Teile der rumänischen Standorte

Quelle:
HS Timber/Fordaq
Besucher:
299
  • text size

Die HS Timber Group GmbH hat die Umstrukturierung ihrer Betriebe in der rumänischen Region Suceava mit Ende des 1. Quartals 2022 bekannt gegeben. In Radauti wird ein Teil des Betriebes, konkret das Sägewerk, nicht weitergeführt. Die übrige Produktion bleibt weiter in Betrieb. Das Plattenwerk in Siret, das Schnittholz aus dem Werk in Radauti verarbeitet, wird gänzlich stillgelegt. Die Einschnittkapazität der Sägewerke der HS Timber Group in Rumänien wird mit diesem Schritt um 30% reduziert.

Als Gründe für die Umstrukturierung gibt das Unternehmen immer größer werdende Herausforderungen in Rumänien an. Der Einkauf von rumänischem Nadelsägerundholz ist seit 2016 für die HS Timber Group beschränkt. Die angrenzende Ukraine und Russland fallen als Rohstofflieferländer aufgrund dort geltender Exportverbote aus. Veraltete Bahninfrastruktur in dieser Region Rumäniens, sowie aufwändige Einfuhrvorschriften erschweren Holzimporte aus anderen Staaten der Europäischen Union. Zudem wird die Produktion und Vermarktung von Grünstrom erschwert.

Am Standort Siret notwendige größere Investitionen sind unter den derzeitigen Rahmenbedingungen wirtschaftlich nicht darstellbar. Von der Umstrukturierung sind circa 600 Mitarbeiter betroffen. Das Unternehmen ist bemüht, vielen eine Weiterbeschäftigung innerhalb der rumänischen Gruppe zu ermöglichen. In den anderen Fällen wird versucht, die sozialen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

Die HS Timber Group betreibt an weiteren Standorten in Rumänien zwei Säge- und ein Tischlerplattenwerk. Diese sind von der Umstrukturierung nicht betroffen, sondern sollen im Gegenteil gestärkt werden.

Veröffentliche Mitteilung