Deutsche Holzindustrie teils hoffnungsvoller im März 2024

10. April 2024
Quelle:
HDH/Fordaq
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Die Stimmung in der deutschen Holzindustrie hellte sich im März 2024 pünktlich zum Frühlingsanfang auf. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit der aktuellen Geschäftslage als noch im Vormonat und blickten optimistischer auf das kommende Halbjahr. Die Einschätzung zur aktuellen Lage stieg im März deutlich auf -20 Punkte (Vormonat: -29,1 Punkte). Auch der Ausblick auf die kommenden 6 Monate verbesserte sich signifikant, der aktuelle Wert liegt bei -29,7 Punkten (Vormonat: -42,1 Punkte). In der Summe legte der HDH-Konjunkturindikator im März kräftig auf -24,9 Punkte (Vormonat: -35,7 Punkte) zu.

Angesichts der unterschiedlichen Betroffenheit der einzelnen Segmente blieb die Stimmung in der Holzindustrie uneinheitlich. Zwar schätzten die Unternehmen in der Holzwerkstoffindustrie (+40,4 Punkte), im Holzfertigbau (+39 Punkte) und im baunahen Bereich der Holzindustrie (+28,8 Punkte) ihre aktuelle Geschäftslage als positiv ein. Jedoch deuten die Erwartungen in fast allen Segmenten negative Entwicklung in den kommenden Monaten an. Insbesondere die Holzverpackungsindustrie (-56,1 Punkte), die Holzwerkstoffindustrie (-26,8 Punkte) und die Sägeindustrie (-29,3 Punkte) blicken aktuell sorgenvoll in die Zukunft: Diese Segmente erwarten eine deutliche Verschlechterung der Geschäftslage im kommenden halben Jahr.

Die schrittweise Wiederaufnahme der Neubauförderung des Bundes im Februar 2024 ist angesichts des riesigen Wohnungsbedarfs nicht mehr als der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein und dürfte nicht zu einer fundamentalen Verbesserung der Baunachfrage führen. Gleichzeitig lahmt das Wirtschaftswachstum, die Wachstumsprognose für das laufende Jahr wurde von der Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht von 1,3% auf nur noch 0,2% nach unten korrigiert. Auch die Verbraucherstimmung in Deutschland entwickelt sich enttäuschend. Nach dem herben Rückschlag im Vormonat verbesserte sich die Verbraucherstimmung in Deutschland im Februar 2024 geringfügig. Die Einkommenserwartungen legten zwar zu, jedoch wiesen die Anschaffungsneigung und die Konjunkturerwartung kaum eine Veränderung auf. Dämpfend wirkte zudem die im internationalen Vergleich hohe Sparneigung.