Bayern startet Forschungsprojekt zu absterbenden Buchen

04. September 2019
Quelle:
BayStMELF/Fordaq MK
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Der Klimawandel lässt vermehrt Buchen in den Wäldern Nordbayerns absterben. Laut einer aktuellen Mengenschätzung des Landwirtschaftsministeriums bind bislang rund 90.000 fm betroffen. Aus diesem Grund hat Forstministerin Michaela Kaniber jetzt ein Forschungsprojekt zu diesem neuen Phänomen veranlasst. „Wir müssen den aktuellen Schäden in Nordbayern auf den Grund gehen. Denn die Buche kommt in den anderen Teilen unseres Landes gut mit den Auswirkungen des Klimawandels zurecht und spielt eine herausragende Rolle beim Umbau unserer Wälder zu klimastabilen Mischwäldern“, sagte Kaniber in München.

Das kurz „BeechSAT“ genannte Forschungsprojekt der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) wird mit Hilfe verschiedenster Satelliten- und Luftbilder ein Verfahren entwickeln, um abgestorbene Buchen in Bayern automatisch erfassen zu können. Die Forscher werden dann vor allem mittels Boden- und Klimadaten ableiten, welche Faktoren das Absterben der Bäume begünstigen. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon dringend notwendige Erkenntnisse, wie Waldbesitzer und Förster betroffene und gesunde Buchenwälder künftig am besten pflegen können.

Im Fokus der Untersuchungen liegen zwei Gebiete in Unter- und Oberfranken mit einer Gesamtgröße von 17.500 Hektar. Das rund 100.000 Euro teure Projekt der LWF wird zu rund 85% vom Forstministerium finanziert.