Bayern: Aiwanger kündigt Aktionsprogramm Energie an

29. November 2019
Quelle:
BayStMWi/Fordaq
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Der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, hat in seiner Regierungserklärung im Landtag das „Bayerische Aktionsprogramm Energie“ vorgestellt. 73 Einzelmaßnahmen in 13 Handlungsfeldern sollen der Energiewende neuen Schwung verleihen.

Der Ausstieg aus der Kernenergie- und Kohlestromnutzung sei beschlossen. Die Klimaziele und zusätzliche Wertschöpfung sollen durch erneuerbare Energien erreicht werden. Die Versorgung von Morgen soll dezentral und nachhaltig sein. Es werde mehr erneuerbare Energie aus der Region genutzt.

Die Maßnahmen, die für die Forst- und Holzbranche besonders interessant sind, sind der Ausbau der Bioenergie von 9,2 TWh im Jahr 2018 auf rund 10 TWh im Jahr 2022. Der Einsatz von Holz, Mais, Gülle und alternativen Energiepflanzen soll optimiert und es sollen bestmögliche Voraussetzungen für den Weiterbetrieb bestehender Biogasanlagen und den Bau neuer Biogasanlagen in Bayern geschaffen werden. Die Forschungsmittel in diesem Bereich sollen auf rund vier Millionen Euro im Jahr verdoppelt werden. 2018 lag der Anteil der Bioenergie an der Bruttostromerzeugung in Bayern bei 12,4%.

Darüber hinaus ist geplant, bis 2022 den Bau von 3000 neuen KWK-Anlagen anzustoßen. Damit soll ein Zubau von 500 MWel erreicht werden. Über den Brennstoff für die KWK-Anlagen macht das Ministerium keine Angaben. Holz ist hier immerhin möglich.

Bezüglich der energetischen Gebäudemodernisierung habe Bayern bereits eine Bundesratsinitiative gestartet, um die steuerliche Förderung der Gebäudemodernisierung zu verbessern. Im Freistaat werden Beratungs- und Förderangebote ausgebaut.

Am 6. Dezember 2019 gründet Staatsminister Aiwanger in Regensburg die Landesagentur für Energie und Klimaschutz. Sie soll lokale Initiativen vernetzen sowie die Beratung von Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern ausbauen.