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Valmet bleibt Valmet
30/12/2005 - 00:00

„Die japanischen Geschäftsführer habe ich mir ganz anders vorgestellt“, zeigte sich eine Journalistin nach der Valmet-Pressekonferenz am 15. Dezember im schwedischen Umea angenehm überrascht. Das Führungsteam um den neuen Geschäftsführer Hideki Yamada und Akira Yamakawa konnte die elf europäischen Forstmaschinen-Redakteure davon überzeugen, dass die bei der Übernahme versprochene Unabhängigkeit vom Komatsu-Baumaschinengeschäft umgesetzt wird. So nutzte Hideki Yamada die Gelegenheit, auf der Pressekonferenz seinerseits die schreibende Zunft nach den Wünschen der Forstunternehmer zu fragen. Nachfragen nach Lösungen für Schwachhölzer, Laubholz oder feuchte Standorte wurden aufmerksam registriert. Auch die jüngste Modellpflege bei den Forwardern (siehe IHB-Meldung vom 19.12.2005 - Stärkere Kräne – Bei Valmet werden Wünsche wahr) zeigt, dass Harvester und Forwarder in Umea nicht mehr allein gemäß den Anforderungen skandinavischer Unternehmer gebaut werden.



Um lange Lieferzeiten zu vermeiden, strukturiert Valmet die Fertigung in Umea um. Ähnlich den Fließbändern der Automobilindustrie werden die Harvester und Forwarder künftig in einer „getakteten Produktion“ hergestellt. Die Montage der Aggregate wird ausgelagert. Dies hat den Vorteil, dass mehr Platz für Vormontagestellen entsteht und in der Aggregatehalle auch größere Modelle bis 5to gebaut werden können. Ein großer Teil der Qualitätskontrolle wird auf die Vormontagestellen verlagert, die Bauzeit der Forstmaschinen soll sich so halbieren.
Im vergangenen Jahr 2005 hat Valmet in den beiden Werken in Schweden und den USA 900 Harvester und Forwarder gebaut. Mit Hilfe der neuen Fertigung in Umea soll der Ausstoß 2006 auf 1200 Einheiten steigen 2005 konnte Valmet nicht nur von den schwedischen Sturmholzaufträgen profitieren. In Südamerika konnte man Großaufträge aus der Zellstoffindustrie verbuchen. Zu den Wachstumsmärkten zählen aber auch Spanien und Portugal sowie Polen und Tschechien. In diesen Ländern profitiert Valmet von EU-Förderungen für den Neukauf von Forstmaschinen sowie den Ausschreibungen der staatlichen Forstverwaltungen. Nach Osteuropa werden besonders Harvester verkauft.
In Südamerika und Asien setzt man auf Komatsu Bagger, die mit Valmet-Aggregaten ausgerüstet sind. Dieses Geschäftsfeld brachte einen Umsatz von 80 Mio. Euro, gegenüber 240 Mio. Euro der Marke Valmet mit skandinavischer Kurzholztechnologie. Mit dem in den USA bereits vorgestellten Skidder, will Komatsu Forest zum Komplettanbieter werden.
(IHB Fehrle Fotos: Fehrle)
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