Mittelstandssäger in Bayern stimmen für eigenen Verband

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IHB MK
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Am 15. März 2018 trafen sich rund 50 Vertreter kleiner und mittlerer Sägewerke aus Bayern im Münchener Stadtteil Neuaubing. Thema war die mögliche Gründung eines eigenen Verbands kleiner und mittelgroßer Sägewerke in Süddeutschland. Eingeladen hatten Matthias Obermeier, der ein Sägewerk in Leitzach/Irschenberg betreibt, und der baden-württembergische Sägewerksverband VSH. Obermeier hatte sich bereits vorher wiederholt unzufrieden über die Situation der kleineren Sägewerke in der dem Bundesverband DeSH angeschlossenen Fachgruppe Sägeindustrie im VHK Bayern-Thüringen geäußert. Der VSH hat den bayerischen Mittelstandssägern, so die Wortwahl der Gruppe, angeboten, seine Strukturen im Falle eines Zusammenschlusses nutzen zu dürfen.

Die Vertreter des VSH, Geschäftsführer Ludwig Jäger, Präsident Wilhelm Schilling sowie einige Vorstandsmitglieder stellten ihren Verband sowie seine Ziele vor. Dazu gehören die regionale Holzvermarktung und ein kurzer Draht zur Landespolitik.

Markus Ganserer, Landtagsabgeordneter und forstpolitischer Sprecher der Grünen, ist Obermeiers Einladung kurzfristig gefolgt und sagte den Sägern seine Unterstützung für ihre Belange zu.

Beim gestrigen Treffen erläuterte Matthias Obermeier nochmals seine Sorgen, die sich im Wesentlichen darum drehen dass den kleineren Sägern im DeSH/VHK nicht genug Gehör verschafft werde. Der Großteil der Säger war gekommen, um sich zunächst einmal anzuhören, was Obermeier und die VSH-Vertreter zu sagen hatten. Bei der konkreten Abfrage der Probleme der einzelnen Säger waren neben vielen anderen die meist genannten Punkte die fehlende Regionalität sowie die Holzversorgung durch den Staatswald. Gerade in diesem Punkt fühlen sich die kleineren Sägewerke offenbar gegenüber den Großbetrieben benachteiligt. Auch die bevorstehende Fusion von DeSH und VHK liegt den Mittelstandssägern offensichtlich schwer im Magen.

Bei anderen Themen, die auch immer wieder für Unmut sorgen, wie die EEG-Umlage oder die Vorfälligkeit der Sozialversicherung, wuchs die Einsicht, dass hier kein Branchenverband allein, sei er auch bundesweit organisiert etwas ausrichten kann.

Fünf oder sechs der knapp 50 bayerischen Säger äußerten offen, dass sie eine Lösung zusammen mit DeSH und VHK bevorzugen würden. Zum Schluss wurde nach rund vier Stunden über die Frage abgestimmt „Soll es einen Verband der Mittelstandssäger geben?“. Es gab 31 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 12 Enthaltungen.

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