Latschbacher: Neue Plattform für Holzerntekette

  • 22. August 2005
  • • Quelle: IHB, Foto: Latschbacher
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Schafft Latschbacher die lang erwartete Integration der Holzerntekette mit Hilfe einer internetbasierten Plattform? Auf der Forstmesse in Luzern präsentierten die Österreicher "WFPNet.Logistik", ein neues Modul für das bekannte Forstmanagementsystem "WinforstPro32".


Fachgespräch mit der Firma Schilliger und Ing. Thomas Kalkhofer über WFPNet.Logistik auf der Forstmesse Luzern (v.l.n.r.: Ing. Thomas Kalkhofer, Alois Schilliger, Rita Schilliger, Kathrin Selradl, Roland Schilliger)

Der Informationsfluss zwischen Waldbesitzer, Forstunternehmer, Holztransporteur und Holzindustrie soll sich deutlich beschleunigen. Latschbacher stößt mit seinem Produkt auf folgende Wettbewerber:
*bereits punktuell eingesetzten Systeme wie "Lukas" von Valmet oder "Geomail" von Forstware Informationssysteme, wobei Geomail gegenüber "WFPNet.Logistik" Nachteile bei der GPS-Navigation hat. Latschbacher hat bereits 2004 "WinforstPro32" einen Logistik-Baustein mit topografischer Karte (TOP50) integriert (siehe IHB-Meldung vom 13.06.2004 - Erweitert: "WinforstPro").
*adaptierte Warenwirtschaftssysteme, wie sie ProDV oder Savcor mit "Meka ERP", "ComForst" und "ComHandel" anbieten.
*im Aufbau befindliche Plattformen wie einer Erweiterung des "Logiball"-Navigationssystems oder der mit EU-Subventionen in Sachsen-Anhalt vom Magdeburger Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und –automatisierung aufgebauten Plattform "Holzdemonstrator".

Die Schnittstellen von "WFPNet.Logistik" entsprechen dem ELDAT-Standard. Für das Pilotprojekt hat Geschäftsführer Klaus Latschbacher die Schweiz auserkoren. Als Begründung nannte er in Luzern die weite Verbreitung von "WinforstPro32" sowie kleinere, und damit flexiblere Strukturen auf der Abnehmerseite. Darüber hinaus glaubt Latschbacher in der Schweiz eine stärkere Kooperations-Mentalität ausgemacht zu haben. Am Test nehmen Forstbetriebe aus dem Kanton Bern und Südwest-Deutschland, Forstunternehmer und Transporteure aus den Kantonen Aargau, Graubünden, Thurgau und Zürich sowie die größten Schweizer Sägewerke teil, darunter Schilliger. Die Ergebnisse sollen bis Ende Februar 2006 vorliegen. Die Marktreife soll zur Interforst 2006 in München erreicht sein.