| Kritik an Forstreform Nordrhein-Westfalen |
| 21/09/2006 - 10:17 |
„Die Schließung von 20 Forstämtern ist ein dramatischer Einschnitt. Er bringt für die Waldbauern erhebliche Risiken mit sich“, kritisiert Dietrich Graf von Nesselrode, Vorsitzender des Nordrhein-Westfälischen Waldbauernverbandes, mit Blick auf die von Umweltminister Uhlenberg angekündigte Reform der Landesforstverwaltung. Die nachhaltige Versorgung der Holzindustrie, aber auch privater Haushalte mit dem immer wertvoller werdenden Rohstoff „Holz“ sei eine wirtschafts- und beschäftigungspolitische Aufgabe ersten Ranges, die alle Kräfte fordere. Für die Investitionsentscheidung von Industriebetrieben sei die Sicherheit der Rohstoffversorgung ein ausschlaggebender Faktor. Für den Waldbauernverband ist daher eine leistungsfähige „Betreuung“ der vielen Waldbesitzer durch Rat, Anleitung und tätige Mithilfe von ausschlaggebender Bedeutung. Gerade für Waldbesitzer mit sehr kleinen Waldflächen sei der „Förster vor Ort“ als Ansprechpartner enorm wichtig. Ohne seine Hilfe könne von „Holzmobilisierung im Kleinprivatwald“keine Rede mehr sein. Der Waldbauernverband lehnt die Schließung von Forstbetriebsbezirken im Bereich der Privatwaldbetreuung ab.
In Nordrhein-Westfalen bewirtschaften 150.000 Waldbesitzer rund 660.000 ha Privatwald. Mit einem Privatwaldanteil von 67 % ist Nordrhein-Westfalen damit das Land mit dem höchsten Privatwaldanteil in der Bundesrepublik Deutschland.
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| (WBV NRW) |
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