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Amerikanische Laubhölzer für Konzertsäle von Welt
24/02/2006 - 10:56

Wenn es um die hochwertige Innenausstattung von Opernhäusern und Konzertsälen geht, sind immer häufiger amerikanische Laubhölzer gefragt. Inzwischen kann man beim American Hardwood Export Council (AHEC) auf eine ganze Reihe namhafter Projekte zurückblicken.

Auditorium di Roma: Im Zeichen von Cherry

Auditorium Roma Eines der spektakulärsten Objekte, bei dem amerikanische Laubhölzer zum Einsatz kamen, ist das Auditorium di Roma von Renzo Piano. Während die Tragwerkskonstruktionen des drei Konzertsäle umfassenden Ensembles ganz im Zeichen österreichischer Brettschichtholz-Wissens stehen, wird das Innere von dem rötlich-braunen Farbton der amerikanischen Kirsche geprägt. Allein 9500 qm Cherry wurden für Parkett und Treppen in den drei Sälen verbaut. Die Wandverkleidungen bestehen aus Cherry-Furnier.

Théâtre de L’Onde: Akustik-Ahorn in besonderer Form

Teatre de L’onde Auf die guten akustischen Eigenschaften und den Kontrast zwischen dunkelblauem Velours sowie hellem Holz setzten die Planer des Théâtre de L`Onde in Velizy mit amerikanischem Ahorn. Die Ahorn-Vertäfelung der Seitenwände besteht aus Schichten von Wellen, konvexen und konkaven Kurven.
Im Zusammenspiel mit den akustischen Eigenschaften der amerikanischen Holzart entsteht so eine einzigartige Klangwirkung des Raums.
Um eine komplette Verdunkelung des Auditoriums zu ermöglichen, musste der Ahorn zunächst mit Wasserdampf behandelt und gebeizt werden.


Klangerlebnis in American Ash im Nordosten Englands

Sage Gateshead Auf amerikanische Esche in Kombination mit Edelstahl setzten die Planer der Konzerthalle "The Sage Gateshead" in Tyneside in Nordost-England. Um die optimale Akustik zu gewährleisten, sind die Wände und verstellbaren Deckenverkleidungen des Hauptsaals aus amerikanischer Esche und die des kleineren Konzertsaals sowie der Probenräume aus europäischer Birke hergestellt.
Ein wichtiges Kriterium war die FSC-Zertifizierung. Besonders bei den Decken-Paneelen konnte die amerikanische Esche den Vorteil der guten Biegbarkeit ausspielen.
In der Kategorie "kommerzielle und öffentliche Bauten" erhielt das von Foster & Partner konstruierte Gebäude dem UK Wood Award 2005 ausgezeichnet. In der Würdigung der Jury wurde besonders die amerikanische Esche gelobt, die "ein Gefühl der Offenheit gewährt und es zu einem Vergnügen macht, sich in dem Raum aufzuhalten."

Wales Millienium Centre: Vielfältige Holzarten innen und außen

Wales Als eines der wichtigsten Opernhäuser in Europa gilt das Wales Millenium Centre in Cardiff. Während das Gebäude von außen durch einen Materialmix aus Schiefer, Edelstahl und Sitka Spruce beeindruckt, gibt es innen einen reichenhaltigen Querschnitt durch die Palette amerikanischer und europäischer Laubhölzer: Eichen-Parkett und Eichen-Vertäfelungen im Hauptauditorium, Black Walnut für die Bar, White Oak für die Flügeltüren oder Erlen-Sperrholz für die Bestuhlung. Alle Hölzer erhielten lediglich einen klaren Oberflächenschutz und präsentieren sich in ihren natürlichen Farben. Das Wales Millenium Centre wurde mit dem Wood Award 2005 ausgezeichnet.

Opernhaus Kopenhagen: Das Juwel am Hafen

Kopenhagen Mit der Glasfassade und dem frei tragenden Stahldach wirkt das neue Opernhaus am Hafen von Kopenhagen wie ein Juwel. Der Glanz stammt aber nicht von Reflexionen des Glases sondern geht auf die gebeizte Ahorn-Vertäfelung im Innenraum zurück.
Der Fußboden im gesamten Gebäude besteht aus American White Oak, das mit einem dunkel gefärbten Oberflächenlack behandelt wurde.
Der Bauherr entschied sich für die amerikanische Eiche auf Grund der einheitlichen Maserung und Farbe entschieden.


Auditorium Rioja: Mehr als Kongresszentrum und Konzerthalle

Riojaforum Mehr als en Kongresszentrum und Auditorium soll das Riojaforum in Rioja/Spanien sein. Architektur, Kunst und Funktionalität sollen sich an einem Ort vereinen. Die klare äußere Form setzt sich im innern fort. Sowohl für die Konzerthalle als auch für den Kongressbereich fiel die Wahl auf ein klares Holzfinish aus Maple.
Eines der Leitmotive des Architekturbüros Carlos Ferrater ist es, so wenig Materialien wie möglich zu verwenden, um ihre Eigenständigkeit und gleichzeitige Wechselwirkung hervorzuheben. Beim Riojoaforum werden diese Pole durch die Betonfassade und die Ahornvertäfelung aufgespannt.


Centro de Artes Escénicas: Stein plus Weißeiche

Salamanca Parkett Aus ganz praktischen Gründen haben sich Architekten und Bauherrn beim Centro de Artes Escénicas, dem Kulturzentrum der spanischen Stadt Salamanca für amerikanische Weißeiche entscheiden. Auf dem Boden aus American White Oak befinden sich ablösbare, transportable Sitzreihen. Das Laubholz ist in Spanien ein sehr populäres Baumaterial, weil es durch starke Lichteinwirkung nicht beeinträchtigt wird. Speziell American White Oak ist äußerst belastbar und widerstandsfähig.
Das architektonische Leitmotiv des Bauwerks ist ein gewaltiges Gestein, das trotzdem Leichtigkeit besitzt und fast zu schweben scheint. Stein spielt keine strukturelle Rolle in der Gebäudekonstruktion, trotz des Umfangs seiner Verwendung.

(AHEC)
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