Österreichs Forstwirtschaft setzt auf den Schnittholzabsatz der heimischen Holzindustrie in Italien, Osteuropa und Großbritannien. In Italien sollte der Holzbedarf trotz schwächelnder Wirtschaftsentwicklung aufgrund des Renovierungssektors weiterhin hoch bleiben. Die Bauwirtschaft in den osteuropäischen Ländern gewinnt weiter an Kraft, Großbritannien entwickelt sich ebenfalls günstig. Österreich bleibt aufgrund des überdurchschnittlichen Wachstums der Bauproduktion ein interessanter Absatzmarkt.
Die Holzernteaktivitäten beschränken sich derzeit fast ausschließlich auf die Aufarbeitung von Kalamitätsholz. Die Aufarbeitung des Windwurfholzes läuft zügig, der Holzabtransport stockt jedoch vor allem wegen der für die Jahreszeit üblichen Straßensperren. Aktuell besteht zwar noch ein allgemeines Überangebot an Nadel-Sägerundholz, bis Ende Juni sollte aber außerhalb der Hauptschadensgebiete Kärnten und Steiermark das Schadholz vom Markt aufgenommen sein. Zur rascheren Entspannung des Marktes werden auch von der Forstwirtschaft Nasslager angelegt. Trotz aller Bemühungen sind die Preise weiter gesunken, die Talsohle dürfte jedoch bereits erreicht sein.
Der Industrieholzmarkt ist allgemein gesättigt, das Angebot auch bei Rotbuche ist höher als die Nachfrage. Aufgrund des Überangebotes und der wieder steigenden Anlieferung von Sägerestholz haben die Preise beim Nadel-Faserholz um bis zu zwei Euro nachgegeben, beim Schleifholz ist die Preisreduktion nördlich der Alpen deutlicher ausgefallen; teilweise werden auch Mengenkontingente zurückgenommen.
PDF:Preisübersicht Rundholz April 2008
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Neuabschlüsse nach den Windwürfen und sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10%, bzw. 12% bei Lieferung USt.-pauschalierter Land- und Forstwirte an Unternehmer zuzurechnen ist.
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